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Handelsgericht Wien

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Werte von CHee und Laudato si

Welche Verhaltensweisen unterstützen uns dieses System im Interesse vieler zu verändern und zu entwickeln.

Selbstwirksamkeit und Selbstreflexion Wir entwickeln vor allem die Fähigkeit der Eigenbetrachtung. Statt alles nach außen zu projizieren („Die Gesellschaft ist schuld“, „Wenn diese und jene weg wären, wäre alles besser“), richtet man den Blick nach innen. Aber nicht, um sich esoterisch von der Welt zu verabschieden, sondern um die eigenen Ängste zu moderieren – und dabei mental zu wachsen.

Selbstehrlichkeit Wir können es aushalten, uns selbst in Schwächen und Begrenzungen zu sehen. Wir relativieren unser Ego. Wir betrachten unsere eigenen Wünsche, Ideale, Ziele, Erwartungen, ebenso distanziert und nüchtern wie die der anderen.

 

Zurückhaltung Wir müssen nicht immer gleich unsere Meinung herausposaunen. Ein achtsamer Geist nimmt sich zurück und betrachtet. Er übt Distanz zu Gefühlen, ohne gefühllos zu sein. Hierin ähnelt Achtsamkeit der buddhistischen Haltung. Aber das Ziel ist nicht die Auflösung des Ich, sondern die Wiederentdeckung des Selbst.

 

Mediale Kompetenz Nicht alles glauben, was in den Medien steht, nicht unhinterfragt hinnehmen, was „alle anderen“ behaupten – das ist die Schlüsselkompetenz in einer übermedialisierten, hysterisierten Medienkultur. Es erfordert zwingend die Fähigkeit zum Abschalten von Kanälen aller Art. „Paying attention to what we are paying attention to“: Lebensenergie entwickelt sich immer entlang unserer Aufmerksamkeiten.

 

Konstruktives Denken Wer achtsam ist, weiß, dass man Probleme verschärft, wenn man sie nur als Probleme wahrnimmt. Konstruktives Denken heißt, die Dinge aus der Lösung heraus zu betrachten. In jedem Problem ist die Lösung schon enthalten. Wenn wir aus der Zukunft heraus fragen, helfen wir, Lösungen im Jetzt zu generieren.

 

In Resonanz zu unserer Umwelt Wir stehen in aktiver Verbindung (Resonanz) mit uns und unserer Umwelt in Form eines ständigen Frage- und Antwortverhältnisses. Wir sind interaktiv und sind in einem angstfreien Dialog mit allem was uns umgibt.

Denn im Zustand der Antwortlosigkeit in dem Denken selbst Antwort genug zu sein verlieren wir Gegenwart und Zukunft aus den Augen und ignorieren die Dynamik der Welt.

 

Systemisches Bewusstsein Bedeutet, dass wir die Dinge nicht nur im schlichten entweder-oder-Raster, sondern in komplexen Zusammenhängen sehen und beurteilen können.

 

Offenheit und Neugier Unser Hirn will lernen und dazu müssen wir uns überraschen lassen (können). Das geht am besten, wenn das Ich stiller wird. Der Neugierige zieht gute Fragen schlauen Antworten vor.

 

Resilientes Dasein Bedeutet, dass wir Krisen nicht bejammern, sondern sie als „Wandel-Agenten“ anerkennen. Ja zur Krise zu sagen bedeutet, sie zum Teil unseres Seins zu machen – und damit zu überwinden.

 

Ambivalenzkompetenz Bedeutet, auch in unsicheren und unscharfen Lebenssituationen navigieren zu können. Die Welt wird komplexer, aber das ist auch gut so! Der wichtigste Indikator für die Fähigkeit mit Widersprüchen und Paradoxa gut zurechtzukommen ist gelassener Humor!

Laudato si – Die Sicht des Papstes

Wir sehen, dass die Mehrheit der Menschen um den Zustand der Welt sehr besorgt ist. Papst Franziskus fasst dies in der Enzyklika Laudato si zusammen und spricht „über die Sorge für das gemeinsame Haus“

 

Abs. 2 Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen, dass wir ihre Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern. Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich, die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken.

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Wir vergessen, dass wir selber Erde sind (vgl. Gen 2,7). Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet; seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns. Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig.

 

Abs. 4 Acht Jahre nach Pacem in terris sprach der selige Papst Paul VI. 1971 die ökologische Problematik an, indem er sie als eine Krise vorstellte, die »eine dramatische Folge« der unkontrollierten Tätigkeit des Menschen ist. »Infolge einer rücksichtslosen Ausbeutung der Natur läuft der Mensch Gefahr, sie zu zerstören und selbst Opfer dieser Zerstörung zu werden«.

Auch vor der FAO sprach er von der Möglichkeit einer »ökologischen Katastrophe als Konsequenz der Auswirkungen der Industriegesellschaft« und betonte »die Dringlichkeit und die Notwendigkeit eines radikalen Wandels im Verhalten der Menschheit«, denn »die außerordentlichsten wissenschaftlichen Fortschritte, die erstaunlichsten technischen Meisterleistungen, das wunderbarste Wirtschaftswachstum wenden sich, wenn sie nicht von einem echten sozialen und moralischen Fortschritt begleitet sind, letztlich gegen den Menschen«

 

Abs. 5 Der heilige Johannes Paul II. widmete sich diesem Thema mit zunehmendem Interesse. In seiner ersten Enzyklika bemerkte er: »Der Mensch scheint oft keine andere Bedeutung seiner natürlichen Umwelt wahrzunehmen, als allein jene, die den Zwecken eines unmittelbaren Gebrauchs und Verbrauchs dient«. Später rief er zu einer weltweiten ökologischen Umkehr auf. Doch zugleich wies er darauf hin, dass man sich viel zu wenig »für die Wahrung der moralischen Bedingungen einer glaubwurdigen »Humanokologie« engagiert. Die Zerstörung der menschlichen Umwelt ist etwas sehr Ernstes, denn Gott vertraute dem Menschen nicht nur die Welt an, sondern sein Leben selbst ist ein Geschenk, das vor verschiedenen Formen des Niedergangs geschützt werden muss. Alle Bestrebungen, die Welt zu hüten und zu verbessern, setzen vor allem voraus, »dass sich die Lebensweisen, die Modelle von Produktion und Konsum und die verfestigten Machtstrukturen [von Grund auf] ändern, die heute die Gesellschaften beherrschen«. Die echte menschliche Entwicklung ist moralischer Art und setzt die vollkommene Achtung gegenüber der menschlichen Person voraus, muss aber auch auf die Welt der Natur achten und »der Natur eines jeden Wesens und seiner Wechselbeziehung in einem geordneten System [...] Rechnung tragen«. Daher muss sich die Fähigkeit des Menschen, die Wirklichkeit umzugestalten, auf der Grundlage der ersten Ur-Schenkung der Dinge von Seiten Gottes entwickeln.

 

Abs. 6 Mein Vorgänger Benedikt XVI. erneuerte die Aufforderung, »die strukturellen Ursachen der Fehlfunktionen der Weltwirtschaft zu beseitigen und die Wachstumsmodelle zu korrigieren, die allem Anschein nach ungeeignet sind, den Respekt vor der Umwelt [...] zu garantieren«. Er erinnerte daran, dass die Welt nicht analysiert werden kann, indem man nur einen ihrer Aspekte isoliert betrachtet, denn »das Buch der Natur ist eines und unteilbar« und schließt unter anderem die Umwelt, das Leben, die Sexualität, die Familie und die sozialen Beziehungen ein. Folglich hängt »die Beschädigung der Natur [...] eng mit der Kultur zusammen, die das menschliche Zusammenleben gestaltet«. Papst Benedikt XVI. legte uns nahe anzuerkennen, dass die natürliche Umwelt voller Wunden ist, die durch unser unverantwortliches Verhalten hervorgerufen sind. Auch die soziale Umwelt hat ihre Verwundungen. Doch sie alle sind letztlich auf dasselbe Übel zurückzuführen, nämlich auf die Idee, dass es keine unbestreitbaren Wahrheiten gibt, die unser Leben lenken, und deshalb der menschlichen Freiheit keine Grenzen gesetzt sind. Man vergisst, dass »der Mensch [...] nicht nur sich selbst machende Freiheit [ist].

Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur«.

Mit väterlicher Sorge lud er uns ein zu erkennen, dass die Schöpfung geschädigt wird, »wo wir selbst die letzten Instanzen sind, wo das Ganze uns einfach gehört und wir es für uns verbrauchen. Und der Verbrauch der Schöpfung setzt dort ein, wo wir keine Instanz mehr über uns haben, sondern nur noch uns selber wollen«.

 

Abs. 8 Patriarch Bartholomäus hat besonders von der Notwendigkeit gesprochen, dass jeder Einzelne die eigene Weise, dem Planeten zu schaden, bereut, denn »insofern wir alle kleine ökologische Schäden verursachen«, sind wir aufgerufen, »unseren kleineren oder größeren Beitrag zur Verunstaltung und Zerstörung der Schöpfung« anzuerkennen. Zu diesem Punkt hat er sich wiederholt mit starken und anregenden Worten geäußert und uns aufgefordert, die Sünden gegen die Schöpfung einzugestehen: »Dass Menschen die biologische Vielfalt in der göttlichen Schöpfung zerstören; dass Menschen die Unversehrtheit der Erde zerstören, indem sie Klimawandel verursachen, indem sie die Erde von ihren natürlichen Wäldern entblößen oder ihre Feuchtgebiete zerstören; dass Menschen anderen Menschen Schaden zufügen und sie krank machen, indem sie die Gewässer der Erde, ihren Boden und ihre Luft mit giftigen Substanzen verschmutzen – all das sind Sünden.« Denn »ein Verbrechen gegen die Natur zu begehen, ist eine Sünde gegen uns selbst und eine Sünde gegen Gott.«

 

Abs. 9 Zugleich machte Bartholomäus auf die ethischen und spirituellen Wurzeln der Umweltprobleme aufmerksam, die uns auffordern, Lösungen nicht nur in der Technik zu suchen, sondern auch in einer Veränderung des Menschen, denn andernfalls würden wir nur die Symptome bekämpfen. Er schlug uns vor, vom Konsum zum Opfer, von der Habgier zur Freigebigkeit, von der Verschwendung zur Fähigkeit des Teilens überzugehen, in einer Askese, die »bedeutet, geben zu lernen und nicht bloß aufzugeben. Es ist eine Weise des Liebens, schrittweise von dem, was ich möchte, zu dem überzugehen, was Gottes Welt nötig hat. Es ist eine Befreiung von Ängstlichkeit, Habgier und Zwang«. Wir Christen sind außerdem berufen, »die Welt als ein Sakrament der Gemeinschaft anzunehmen, als ein Mittel, mit Gott und unserem Nächsten auf globaler Ebene zu teilen. Es ist unsere bescheidene Überzeugung, dass das Göttliche und das Menschliche einander begegnen in den kleinsten Details des nahtlosen Gewandes der Schöpfung Gottes, sogar im winzigsten Staubkorn unseres Planeten

 

Abs. 11 [......] Wenn wir uns hingegen allem, was existiert, innerlich verbunden fühlen, werden Genügsamkeit und Fürsorge von selbst aufkommen.

 

Abs. 13 Mein Aufruf Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können. Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen. Ich möchte allen, die in den verschiedensten Bereichen menschlichen Handelns daran arbeiten, den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten, meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen. Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck darum ringen, die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung im Leben der Ärmsten der Welt zu lösen. Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung. Sie fragen sich, wie es möglich ist, den Aufbau einer besseren Zukunft anzustreben, ohne an die Umweltkrise und an die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken.

 

Abs. 14 Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle. Die weltweite ökologische Bewegung hat bereits einen langen und ereignisreichen Weg zurückgelegt und zahlreiche Bürgerverbände hervorgebracht, die der Sensibilisierung dienen. Leider pflegen viele Anstrengungen, konkrete Lösungen für die Umweltkrise zu suchen, vergeblich zu sein, nicht allein wegen der Ablehnung der Machthaber, sondern auch wegen der Interessenlosigkeit der anderen. Die Haltungen, welche – selbst unter den Gläubigen – die Lösungswege blockieren, reichen von der Leugnung des Problems bis zur Gleichgültigkeit, zur bequemen Resignation oder zum blinden Vertrauen auf die technischen Lösungen. Wir brauchen eine neue universale Solidarität. Wie die Bischöfe Südafrikas sagten, »bedarf es der Talente und des Engagements aller, um den durch den menschlichen Missbrauch der Schöpfung Gottes angerichteten Schaden wiedergutzumachen«. Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus.

Abs. 18 Die ständige Beschleunigung in den Veränderungen der Menschheit und des Planeten verbindet sich heute mit einer Intensivierung der Lebens- und Arbeitsrhythmen zu einem Phänomen, das einige als »rapidacion« bezeichnen. Wenn auch die Veränderung ein Teil der Dynamik der komplexen Systeme ist, steht doch die Geschwindigkeit, die das menschliche Handeln ihr heute aufzwingt, im Gegensatz zu der natürlichen Langsamkeit der biologischen Evolution. Hinzu kommt das Problem, dass die Ziele dieser schnellen und unablässigen Veränderung nicht unbedingt auf das Gemeinwohl und eine nachhaltige und ganzheitliche menschliche Entwicklung ausgerichtet sind. Die Veränderung ist etwas Wünschenswertes, wird aber beunruhigend, wenn sie sich in eine Verschlechterung der Welt und der Lebensqualität eines großen Teils der Menschheit verwandelt.