Irreführende Werbung

Situation:

  • Bunte Bilder und hübsche Menschen auf den Verpackungen suggerieren gesunde, ehrliche Nahrungsmittel

  • Eigenmarken der Supermarktketten suggerieren Qualität oder bäuerliche Herkunft

  • Nahrungsmittel mit Zusätzen von Vitaminen zum Beispiel versprechen dem Konsumenten positive Auswirkungen durch den Verzehr (Functional Food)

  • Vebrauchern ist nicht bewusst, welche Nahrungsmittel, welche Wirkungen auf den Körper haben.

Auswirkung:

  • Der durchschnittliche Verbraucher hat keine Chance im Alltag die Inhaltsstoffe zu erkennen und zuzuordnen

  • Herkunft der Rohstoffe und Produzent sind unbekannt

  • Dem Verbraucher ist es kaum möglich zu erkennen, was für ihm gesund ist.

  • Der Zusatz von Vitaminen beruht auf Glaubenssätze und nicht auf wissenschaftlichen Studien

  • Der Konsument kann in den meisten Fällen nur noch über den Preis vergleichen

Detail:

Die schöne, heile Werbewelt hat mit der Lebensmittelproduktion so gut wie nichts zu tun. Auch ist oft der Packungsinhalt weit von dem entfernt was auf der Verpackung angepriesen wird. Auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen finden sich Gütesiegel, Reinheitsgebote und moderne Nährwertalgebra.

 

Bei genauerem Hinsehen findet man auf der Rückseite Inhaltsstoffe deren Nummern oder Namen den wenigsten Konsumenten überhaupt bekannt sind. Das Marketing und die Werbung der Industrie wirbt mit irreführenden Bezeichnungen, die nichts mit den Lebensmitteln zu tun haben.

 

Verbraucherinnen und Verbraucher werden im Supermarkt regelmäßig mit irreführenden Gesundheitsbotschaften getäuscht. Lebensmittelhersteller dürfen selbst Süßigkeiten oder zuckrigen Getränken einen gesunden Anstrich geben – wenn sie beispielsweise einfach billige Vitamine oder Mineralstoffe künstlich zusetzen. Auf dem Etikett können sie ganz legal mit den positiven Gesundheitseffekten der einzelnen Inhaltstoffe werben, auch wenn die Wirkung nicht nachgewiesen ist oder gar das gesamte Lebensmittel nicht gesund ist.

 

Functional Food wird teilweise fast so wie Medizinprodukte beworben. In den USA wurde beispielsweise Danone zu einer Zahlung von USD 25 Mio. wegen irreführender Werbung verurteilt. In Europa gibt es keine vergleichbaren Folgen. Nahrungsmittel-Trends werden vom Marketing und Werbung bestimmt, wir aktuell zum Beispiel Superfoods sehen. Diese Trends sind in den wenigsten Fällen von Studien wissenschaftlich belegt

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