Supermarktketten

Situation:

  • Oligopol-Bildung, einige wenige Handelsketten bestimmen den Markt

  • Supermarktketten entscheiden, welche Produkte in den Verkauf kommen

  • Eigenmarken der Ketten und Billig-Preis Artikel locken die Konsumenten

  • 40% der verkauften Produkte sind Eigenmarken

  • Handel trifft Preisabsprachen mit Produzenten und Mitbewerbern

  • Pönalen, die Lieferanten zahlen müssen, wenn sie andere beliefern

  • Eintrittsgelder und Werbekostenzuschüsse sind an der Tagesordnung

  • Hohe Kosten für Marketing und Werbung

  • Lieferanten müssen sich an Werbemaßnahmen mancher Ketten finanziell beteiligen

Auswirkung:

  • Produkte mit dem höchsten Profit und mit dem höchsten Umsatz kommen in die Regeale

  • Preismanipulation durch Preisabsprachen gehen zu Lasten der Konsumenten

  • Qualität der Nahrungsmittel sinkt durch Profitgier

  • Eigenmarken mit mäßiger Qualität und nicht nachvollziehbarem Inhalt

    • minderwertige Inhaltsstoffe

    • Anpassung der Rezepturen i.S.v. Ersatz von Rohstoffen durch Chemie

    • Verwendung von Rohstoffen aus Drittländern mit unklarer Herkunft

    • Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen

    • Verwendung von billigen Rohstoffen, hohe Schadstoffe

  • Die Pönale, Werbekostenzuschüsse und Eintritssgelder zahlen letztendlich die Konsumenten mit dem Produkt

  • Nahrungsmittel sind in Österreich um 24,9% teurer, als im EUR Vergleich (Quelle: Eurostat 2016)

Detail:

Marktmanipulation - Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung. Durch Fusionen und Käufe kam es im Lebensmittelhandel in den letzten Jahren zu einer Oligopol-Bildung. Im Wesentlichen kontrollieren in Österreich drei Gruppen den Lebensmitteleinzelhandel. Diese Gruppen wurden in den letzten Jahren mehrfach wegen Preisabsprachen verurteilt.

 

Die Presse vom 12.08.2016:

Wegen vertikaler Preisabsprachen hat der Handelskonzern Spar schon vorigen Herbst eine Rekordstrafe von 30 Millionen Euro gezahlt. Nun kommen weitere 10,21 Mio. Euro dazu, teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) mit - und zwar für Preisabsprachen bei weiteren Produktgruppen. 

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges, den Absatz zu ihren Gunsten zu manipulieren. Es werden Waren verkauft deren Produzent bereits dem Handel gehört oder vom Handel geknebelt wurde. Wenn ein Produzent von einer Kette gekauft wird oder Eigenmarken entstehen, werden genau diese Waren beworben.

Durch die Bildung von Oligopolen im Einzelhandel haben die Ketten die Möglichkeit die Preise zu bestimmen. Was sicher nicht zum Vorteil des Konsumenten erfolgt.

 

Verkauft werden Produkte, bei denen der Händler die meiste Provision bekommt oder der Produzent dem Handel gehört. Andere Produzenten werden nicht berücksichtigt oder müssen den Werbeplatz teuer erkaufen.

 

Und weil die Industrie Herkunft und Inhalt der Lebensmittel und Qualität gekonnt verschleiern,
ist das einzige Merkmal des Vergleiches der Preis.

CHee eG

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