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Firmenbuch: 497147 z

Handelsgericht Wien

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Saatgutindustrie

Situation:

  • Das Sortenschutzgesetz 2001 regelt den Handel und Verkehr von Saatgut

  • Es dürfen nur Früchte von registriertem Saatgut gehandelt werden

  • 4 Saatgutunternehmen produzieren und kontrollieren 70% des Saatgutmarktes

 

Auswirkung:

  • Viele alte Sorten an Obst, Gemüse und Getreide sterben aus und damit geht die Vielfalt in unserer Ernährung verloren

  • Die Saatgutindustrie bestimmt im weitesten Sinne, was wir essen, nämlich einheitliches, geschmackloses Obst und Gemüse, leer von Inhaltsstoffen und Vitaminen

  • Es gibt nur noch eine Handvoll Sorten von Obst und Gemüse im Handel

  • Es gibt z.B. 15.000 Tomatensorten, die jedoch nicht verkauft werden dürfen, es dürfen z.B. in Deutschland nur 43 Sorten verkauft werden (davon 10 alte Sorten)

  • Die Saatgutkonzerne beeinflussen dadurch den Preis der Früchte

  • Konzerne sichern sich Lizenzzahlungen auf das Saatgut

Detail:

Weltweit besitzen etwa 4 Saatgut Unternehmen 70% des Saatgutes von gehandeltem Obst und Gemüse. Es handelt sich dabei vornehmlich um CMS-Hybriden bzw. in vielen Ländern um genmanipuliertes Saatgut. Das sind Sorten, die auf Ertrag und Aussehen gezüchtet wurden, zur Unkenntlichkeit verändert und von Inhaltsstoffen und Geschmack befreit. Dieses Saatgut hat bereits im BIO Anbau Verbreitung gefunden.

Die Saatgutindustrie schützt ihr Handeln durch das Sortenschutzgesetz 2001.