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Firmenbuch: 497147 z

Handelsgericht Wien

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Fischfarmindustrie

Situation:

  • 167 Mio. Tonnen Fische werden jährlich „produziert“

  • 93 Mio. Tonnen kommen aus der Meeresfischerei

  • 74 Mio. Tonnen Fisch kommt aus Fischfarmen – Massentierhaltung uter Wasser

  • 25% des Fanges aus der Meeresfischerei wird zu Fischfutter (Fischmehl und Fischöl) für die Aquakulturen verarbeitet

  • 1 kg Zuchtfisch braucht 2 kg Meeresfisch zur Aufzucht

  • Tiermehl (Huhn und Schwein) ist zur Fütterung zugelassen

  • Mais, Soja und Weizen werden ebenfalls für die Fütterung verwendet

  • Zuchtlachs ist rot dank Farbstoff im Futtermittel

  • 62% der Aquakulturen sind in Asien

  • Die Tiere leben auf engsten Raum

  • Massiver Einsatz von Chemie, Hormonen und Antibiotika ist erforderlich, die wiederum in den Wasserkreislauf gelangen

  • Verschmutzungen der Weltmeere durch Plastik, Chemie und radioaktiven Müll gelangen in den Meeresfisch

Auswirkung:

  • Die meisten Fischarten sind überfischt – die Bestände können sich nicht erneuern

  • Die Fische aus den Weltmeeren sind großteils belastet durch Radioaktivität und Plastik

  • Meeresfisch kann durch Aquakulturen und Schutzlacke der Schiffe hormonbelastet sein

  • Die Fische aus den Aquakulturen sind belastet mit Chemie und Antibiotika

  • Der Verzehr von Fisch kann den Menschen schaden!

  • Die Aquakulturen sind mitverantwortlich für die Überfischung der Meere

  • Aquakulturen belasten das Meerwasser und zerstört weite Küstenbereiche

Detail:

Der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) zufolge haben wir im Jahre 1960 pro Kopf 10 Kilo Speisefisch gegessen und im Jahr 2014 bereits 20 Kilo. Parallel sind die gesamten Fischereierträge von 19 Mil. Tonnen (1950) auf 167 Mio. Tonnen (2014) gestiegen. Die Erträge aus der Meeresfischerei stagnieren seit den 80er Jahren bei etwa 93 Mio. Tonnen, weil die meisten Fischarten bereits überfischt sind, d.h. die Bestände können sich nicht erneuern.

 

Die Steigerung bei der Produktion kommt daher aus den Aquakulturen. Lag der Anteil der Aquakulturen 1974 bei 7% war dieser 2014 bei 44%(!!), also 74 Mio. Tonnen, das ist mehr als die weltweite Produktion von Rindfleisch!

Wir haben es mit einem Boom der Aquakulturen zu tun! Wobei 62% der Aquakulturen in Asien sind. Bis 2030 sollen laut FAO zwei Drittel der Speisefische aus Aquakulturen kommen.

 

Womit werden diese Fische also ernährt? Mit unterschiedlichen proteinhalteigen Futtermitteln, traditioneller Weise aus Fischmehl und Fischöl, das beim Fischfang anfällt. Das Problem ist, man benötigt etwa 1,5 Kilo im Meer gefangenen Fisch, um 1 Kilo Zuchtlachs zu produzieren.

25% des weltweiten Fischfangs dient zur Fütterung von Fischen!!

Die Aquakultur ist deshalb mitverantwortlich für die Überfischung der Meere.

 

Die oft also Lösung für das Problem der Überfischung gepriesene Fischzucht ist selbst ein großes Problem für die Fischbestände. Durch Einführung von Fangquoten für die Futterfische gibt es nicht mehr genug Fischmehl und Fischöl, daher weicht man immer mehr auf pflanzliche Produkte aus. Damit belasten diese Futtermittel die Verfügbarkeit pflanzlicher Ressourcen. Bei der Nutzung der weltweiten Ackerflächen beginnt die Futtermittelindustrie für Fische der Lebensmittelbranche Konkurrenz zu machen.

 

Seit 2013 sind in Europa auch Tiermehle für die Fütterung der Fische erlaubt. Der Kampf um diese Futtermittel nimmt weiter zu, weil die Fischzucht die schnellst wachsende Tierproduktion ist. Ein weiteres großes Problem sind die Krankheiten bei der Zucht in Aquakulturen, da die Tiere auf engstem Raum leben. Es kommen daher jede Menge Chemie und Antibiotika zum Einsatz. Bei einigen Fischarten gibt es Empfehlungen, den Verzehr dieser Fische zu beschränken, weil die Belastung mit Antibiotika zu hoch wäre.

 

Auch der Verzehr von Fischen aus den Weltmeeren ist bedenklich geworden, denn die Meere sind nicht nur überfischt. Die Fische können jede Menge Schadstoffe enthalten, die der Gesundheit der Menschen schaden können, wie zum Beispiel:

 

  • Radioaktivität durch Verklappung oder Einleitung ins Meer wie auch Unfälle von U-Booten und Kernkraftwerken

  • Plastik und deren Schadstoffe, spezielle in fetten Speisefischen

  • Rohöl, die dazugehörige Chemie beim Abbau sowie Unfälle bei der Förderung

  • Chemie und Antibiotika aus der Zucht in den Fischfarmen